Corona Weltweit und deren Statistik

Politisch und in den Medien wird immer wieder angeprangert,dass es Corona-Tote gibt,welche einem nicht erkannten Virus,dem Sie den Namen Corona Covid usw, gegeben haben.Dass täglich Menschen an anderen Krankheiten versterben,dass die Welt Überbevölkert ist,dass es täglich das doppelte an Geburten gibt,wird nicht in Betracht gezogen.Viren können in Militärbasen gezüchtet werden und entkommen.Welche es sind und in der Anzahl dessen,wird auch nicht bekannt gegeben,denn das ist Staats und Militärgeheimnis.Die Bevölkerung wächst hingegen täglich,wie man in diesem Link sehen kann.Geburten und Todesraten täglich

Trotz weltweiter Maßnahmen gegen das neue Coronavirus sind nach Daten von US-Forschern inzwischen mehr als 150.000 damit infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen lag der Johns-Hopkins-Universität zufolge am Freitagabend (21.30 Uhr MESZ) bei mehr als 2,2 Millionen.

Das bis vor gut drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es der Hochschule in Baltimore zufolge bisher in den USA (rund 34.000), Italien (23.000), Spanien (19.000), gefolgt von Frankreich und Großbritannien. 

Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden Infektions- und Todeszahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Donnerstag weltweit gut 130.000 Corona-Todesfälle und rund zwei Millionen bekannte Infektionen gemeldet.

Die Zahl der bekannten Infektionen pro Land wiederum lässt sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer nur begrenzt vergleichen. Rein an den absoluten Zahlen gemessen gab es die meisten Infektionen der Universität zufolge mit fast 700.000 Fällen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle stand Johns Hopkins zufolge Spanien mit rund 190.000 bekannten Infektionen, in Italien waren es mehr als 170.000.(Quelle APA)

“Wir sind keine Versuchskaninchen“: Impfpflicht-Debatte in Italien erhitzt die Gemüter in der Corona-Krise

Papst Franziskus hat angesichts der Corona-Pandemie erneut zur Solidarität gemahnt. Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen hänge von der Verantwortung jedes einzelnen ab. 

Jede Handlung habe Konsequenzen für andere, schrieb Franziskus in einem Beitrag für die spanische Zeitschrift „Vida Nueva“ (Freitag). Die Krise mache deutlich, dass die Menschheitsfamilie sich auf der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zusammenschließen müsse. Man dürfe nicht eine Zwangsimpfung einführen und auch nicht eine Maskenpflicht Aufdrängen.Die Menschen sollen einen Gesunden Hausverstand benützen.

Corona in Italien: Vorschlag von Virologe erzürnt die Gemüter -„Wir sind keine Versuchskaninchen“

Italien will im Kampf gegen die Corona-Pandemie bald eine Tracking-App testen. Die Anwendung soll auf freiwilliger Basis heruntergeladen und zunächst in mehreren italienischen Regionen getestet werden. Dies teilte die italienische Regierung auf ihrer Website mit. Ein entsprechendes Regierungsdekret wurde am Donnerstagabend unterzeichnet. Die App „Immuni“ des Mailänder Unternehmens Bending Spoons basiert den Angaben zufolge auf Bluetooth und nicht auf Geolokalisierung.

Der Nutzer soll dabei die Kontrolle über seine Daten behalten. Erst wenn er feststellt, dass er sich mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert hat, sendet er seine Daten an einen Server. Über Bluetooth werden dann alle seine zurückliegenden Kontakte ermittelt und gewarnt. Die App entspricht den Angaben zufolge den europäischen Datenschutzbestimmungen. Das Unternehmen hat der Regierung die Nutzungsrechte und künftige Aktualisierungen kostenlos überlassen.

Auch in Deutschland arbeiten Experten an einer solchen App. Italien könnte damit als Vorreiter dienen.

Corona in Italien: Vorschlag von Virologe erzürnt die Gemüter -„Wir sind keine Versuchskaninchen“

Weltweit sind die Bemühungen groß möglichst bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. Bislang bleiben die großen Erfolge aus. Experten weisen außerdem immer wieder daraufhin, dass die Entwicklung eines Impfstoffs einen langen Zeitraum beanspruchen wird. In Italien wieder dennoch bereits über einen möglichen Impfpflicht diskutiert. 

Der italienische Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri, der die Thematik ins Gespräch brachte,sagte. „Angesichts der Schäden, die das Virus angerichtet hat, müsste die Impfung gegen Covid-19 Pflicht sein. Wenn einmal Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs garantiert sind, müssten alle geimpft werden, so dass sich niemand mehr anstecken kann“, sagte er. Walter Riccardi, Mitglied der WHO und zudem Berater des italienischen Gesundheitsministerium, sieht das anders. Die Italiener hätten die Angst vor dem Coronavirus persönlich erlebt und würden sich deshalb freiwillig impfen lassen, so Riccardi. 

Sara Cunial wehrt sich nun gegen den Vorschlag des Virologen Roberto Buriono. Seinem Vorschlag nach sollen junge Menschen, Angehörige des Militärs oder ältere Menschen geimpft werden und anschließend mit dem Coronavirus infiziert werden, um so herauszufinden, ob der Impfstoff wirke. Sara Cunial ist Parlamentarierin und Anführerin der Anti-Impf-Bewegung „No Vax“. Sie ist der Meinung, dass Experimente an Versuchspersonen auf Kosten von Staatsdienern ein „krimineller Akt“ sei, der gegen die fundamentalen Menschenrechte verstoße.

Der Gewerkschaftsverband des italienischen Militärs schloss sich dieser Meinung an und zeigte sich in Sorge. „Wir sind keine Versuchskaninchen“, so Sprecher.

Bei Razzien wurden der Nachrichtenagentur Ansa zufolge E-Mails und Dokumente beschlagnahmt. Virus-Abstriche oder die Nutzung eines Mundschutzes wurden in den entsprechenden Dokumenten thematisiert, hieß es. 

Auch elektronische Schriftwechsel lombardischer Behörden über den Umgang mit Patienten wurden sichergestellt. Es gehe um Vorwürfe der Virus-Ausbreitung – und um Totschlag

Bereits einige Tage zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Mailand Ermittlungen zu mehreren Altenheimen aufgenommen, nachdem es zu Hinweisen und Anzeigen durch Familienangehörige und Mitarbeiter gekommen war. 

Bei einer großen Seniorenredisenz, der „Pio Albergo Trivulzio“, die am Dienstag durchsucht wurde, sprechen Zeitungen von über 100 „unklaren Todesfällen“. Die Vorwürfe wies die Leitung des Heims zurück, man habe sich laut Ansa an die behördlichen Vorgaben gehalten.

Des Vizepräsidents der Lombardei, Fabrizio Sala, hat eine Kommission zur Aufklärung der Fälle eingerichtet.

NACKTLAUFEN IN DER STADT

In Montebelluna bei Treviso ist eine Frau von Ihrem zu Hause bleiben wegen Corona nicht Treu geblieben und musste sich Splitternackt in die Freiheit begeben.Niemand hat der Frau geholfen.Der Bürgermeister selber erklärte , dass es eine Zumutung ist,die Menschen zu Hause einzusperren und Ihnen sämtliche Gewohnheiten und Freiheiten zu entziehen wie es die Regierung Conte wegen dem Corona gemacht hat.Der Psychologische Schaden sitzt in der Seele der Menschen.Der Bürgermeister von Montebelluna hat seine Solidarität der Frau ausgesprochen.

Mord in Italiens Gefängnissen.Italien verletzt die Menschenrechte

In verschiedenen Gefängnissen in Italien ist es inmitten der Coronavirus-Krise zu Protesten mit mehreren Toten angeblich 8 Insassen gekommen. In Modena seien drei gestorben, mehrere wurden schwer verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde der Stadt am Montag. Mehr als 50 hätten versucht, zu fliehen.

Medien zeigten auch Videos und Fotos von einem Aufstand in einem Gefängnis in Mailand. Darin ist zu sehen, wie Häftlinge auf einem Dach stehen und „Freiheit“ skandieren. In der Stadt Foggia wollten laut Medienberichten Häftlinge die Flucht versuchen.Die Überfüllung hat die Regierung dazu gebracht,einige in den Hausarrest zu überstellen.Das Coronavirus hat auch vor diesen Türen keine Hindernisse sich einzunisten.

Wärter wie Insassen sind Infiziert und müssen unter unzumutbaren Zuständen zu vier oder sogar 6 Personen ohne die Möglichkeit der Abstände von einem Meter zu haben,Hausieren.Die Möglichkeit einer Amnestie wurde vonseiten der Regierung Kammer wie Senat abgelehnt.Es hiess,das DNA dieser Insassen ist sowieso kein Zukunfts-DNA. Daher sind diese Insassen nicht Schützenswert.So die Aussagen einiger Minister mit vorgehaltenen Blatt.Das verstösst jedoch die Menschenrechte,Krass gesagt,die Minister sind Schuld oder Teilschuld am Ableben dieser Personen.Die Minister müssen samt Direktoren und Überwachungsrichter dieser Infrastrukturen in Den Haag wegen Mord Verurteilt werden.

Südtirol ein eigener Staat.Für Italien ein Fataler Schaden.

Für Südtirols Schützenbund ist die Zugehörigkeit zu Italien “keine Option mehr”. “Ein marodes Gesundheitssystem und ein katastrophales Krisenmanagement mit Pleiten, Pech und Pannen – so steht Südtirol trotz vermeintlich weltbester Autonomie am Beginn der sechsten Coronawoche da. Unsere Politiker haben keine Gelegenheit ausgelassen, um sich in der Vorreiterrolle unseres Landes zu sonnen, nun sind wir mit dem Rest Italiens in den Maßnahmen der Coronakrise gefangen“, so Jürgen Wirth Anderlan, der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes. in Österreich und Deutschland das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben später heruntergefahren worden ist und nun wieder viel früher anläuft, verweise Landeshauptmann Kompatscher immer noch auf die restriktiven Vorgaben Italiens, die über seinen Kompetenzen stehen würden.

“In der Coronakrise gibt es viele Opfer. Jene die seit bald sechs Wochen ihre Tätigkeit nicht mehr ausführen dürfen, jene die vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen und jene, für die es in den Altersheimen und Krankenhäusern keine Rettung mehr gab. Wer sich aber die Zahlen genauer anschaut, wird merken, dass die Opfer in Österreich und Deutschland in allen Bereichen bedeutend weniger waren. Offenbar war die Zugehörigkeit zu Italien in allen Bereichen fatal.” Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan hofft, “dass unter den Verantwortungsträgern angesichts der derzeitigen Umstände die Erkenntnis reift, dass die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien keine Option mehr ist.”Für Südtirol wäre es Sinnvoll eine eigene Verfassung und einen eigenen Staat in Europa zu Gründen.

SUEDTIROL AKTUELL MENSCHENRECHTE WERDEN DERZEIT NICHT IN BETRACHT GEZOGEN

Bei einem Treffen in Videokonferenz mit dem Regierungskommissär sowie verschiedenen Ordnungskräften heute Mittag erfolgte eine Klärung zu den neuen Bestimmungen.

In Südtirol kommen die Verordnungen des Landeshauptmannes vor jeder anderen Bestimmung zur Anwendung – dies wurde heute bei einer Videokonferenz mit dem Regierungskommissar und den Verantwortlichen aller Ordnungskräfte nochmals klargestellt. (F

In der Zeit des epidemiologischen Notstandes aufgrund der Covid-2019-Pandemie hat der Landeshauptmann von Südtirol als Verantwortlicher für den Bevölkerungsschutzauf seinem Gebiet auch die Funktion eines Sonderkommissärs („Commissario Straordinario“) inne. Die entsprechende Entscheidungsbefugnis findet auch in den Dringlichkeitsmaßnahmen ihren Niederschlag, die der Landeshauptmann unter Berücksichtigung der Dekrete des Ministerpräsidenten und im Einklang mit dem Autonomiestatut erlässt. So wurde bei der Videokonferenz heute (16. April) mit dem Regierungskommissär Vito Cusumano und den Verantwortlichen aller Ordnungskräfte auf Landesebene unmissverständlich klargestellt, dass in Südtirol die Verordnungen des Landeshauptmannes vor jeder anderen Bestimmung zur Anwendung kommen müssen.

Anpassung an die Bedürfnisse Südtirols ist ein Recht

In den vergangenen Wochen und Tagen waren sowohl bei einzelnen Ordnungshütern als auch bei der Bevölkerung Zweifel aufgekommen, ob nun das Dekret des Ministerpräsidenten oder die Verordnung des Landeshauptmannes zur Anwendung kommen müssten. „Das wurde in der heutigen Sitzung erneut außer Frage gestellt“, betonte heute Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Im Sinne unserer Autonomiehaben wir nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, den vorhandenen Spielraum zu nutzen, um in dieser schwierigen Situation den lokalen Bedürfnissen möglichst Rechnung zu tragen.“

Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß sind gefragt

Landeshauptmann Kompatscher plädierte einmal mehr an das Verantwortungsbewusstsein und die Vernunft der Bevölkerung sowie an das Augenmaß bei der Kontrolle der Anwendung der geltenden Bestimmungen von Seiten der Ordnungskräfte. „Dabei sind beide Seite gefordert“, erklärte der Landeshauptmann. „Nur wenn wir uns in dieser Situation alle an die Regeln halten, kann es uns gelingen, baldmöglichst wieder das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Schwung zu bringen, wenn auch vorerst mit Einschränkungen.“ Es brauche gegenseitigen Respekt, Verständnis und Geduld, auch gelte es weiterhin Ruhe zu bewahren um Schritt für Schritt zurück in die Normalität zu gelangen.Eine Verpflichtung des Tragens einer Mundmaske verstösst gegen die Menschenrechte,denn jeder hat das Recht,sein Gesicht Öffentlich zu zeigen,oder sind wir dem Moslems und Scharia unterworfen,welche sich Bedeckt auf die Strassen begeben,das die demokratischen Staaten immer beanstandet haben?Das ständige tragen von Mundmasken und Plastikhandschuhen schädigt den Körper.

Rückblicke : 100 Jahre Unrechtsgrenze

Der Minderheitenschutz wird mit Füssen getreten.Staatsorgane belächeln Bürger welche auf der Strecke bleiben,wenn Sie ihre Mutterspracheinhaltung einfordern.

Südtirol haderte schwer mit seinem politischen Schicksal. In der Nacht zum 23. November 1969  eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft dieser Region

„Lei net rogeln!“

Wie kaum ein anderes Bauwerk in Südtirol symbolisiert das Siegesdenkmal in Bozen den Machtwillen der faschistischen Epoche. Jahrzehntelang war das „Wahrzeichen der Italianität“ Ziel von Anschlägen, Startpunkt von Aufmärschen und Gegenstand von Volksabstimmungen. Doch erst seit wenigen Jahren werden Besucher dort in einem Museum durch die Wirrnisse der Südtiroler Geschichte geführt – und zwar völkerverbindend in drei Sprachen.

Silvius Magnago, jahrzehntelang maßgeblicher Gestalter der Südtiroler Autonomie.

Und kein geschichtliches Ereignis spaltete die Südtiroler so tief und folgenschwer wie die „Option“ von 1939, mit der sich Hitler und Mussolini auf eine radikale Lösung des Südtirol-Problems einigten: Die deutschsprachige Bevölkerung sollte ins Reich übersiedeln. 86 Prozent entschieden sich im Zuge einer beispiellosen Propagandakampagne für die Aufgabe ihrer Heimat und die Abwanderung in eine ungewisse Zukunft nördlich des Brenners.

Die „Option“ führte jahrzehntelang zu einem tiefen Riss mitten durch die Bevölkerung, auch durch viele Familien. Als sich 1989 in Bozen eine Ausstellung erstmals diesem brisanten Thema widmete, warnte Landeshauptmann Silvius Magnago: „Lei net rogeln!“ Bloß nicht herumstochern! Und als Bergsteigerlegende Reinhold Messner ein Buch über die Option als „zeitgeschichtliches Lehrstück“ publizierte, musste er sich heftige Angriffe gefallen lassen.

Für Mussolini war die Maßnahme eine willkommene Gelegenheit zur Bereinigung der ihm lästigen Südtirol-Frage. Für Hitler war dagegen der Einsatz dieses „im Grenzlandkampf erprobten Menschenmaterials“ zur Absicherung des „Lebensraums im Osten“ wichtig. Das Thema wirkt bis heute nach, ersichtlich auch am Zeitzeugen-Projekt Option – Letzte Spuren der Erinnerung auf den Vereinigten Bühnen Bozen.

Es wirkt wie ein Zufallsspiel der Geschichte, dass Südtirol in diesen Wochen gleich zwei entscheidende Gedenktage begeht: den Friedensvertrag von St. Germain 1919, der die traumatische Teilung Tirols besiegelte – und genau 50 Jahre später jene historische Abstimmung in Meran, mit der die damals wie heute dominante Südtiroler Volkspartei (SVP) 1969 das zwischen Wien und Rom ausgehandelte Autonomiepaket akzeptierte.

Ein langer Weg seit 1946

Alles in allem verging ein halbes Jahrhundert bis zur endgültigen Verwirklichung jenes Abkommens, das die Außenminister Karl Gruber und Alcide De Gasperi im September 1946 in Paris unterzeichnet hatten. Statt der versprochenen Autonomie für Südtirol hatte Rom zunächst bloß eine künstliche Region „Trentino – Tiroler Etschland“ verwirklicht, in der die italienische Sprachgruppe über eine massive Mehrheit verfügte. Das Tauziehen zwischen Rom und Wien währte noch lange.

1957 demonstrierten Zehntausende auf Schloss Sigmundskron bei Bozen gegen die anhaltende „italienische“ Zuwanderung. Der damals neue SVP-Obmann Silvius Magnago forderte: „Los von Trient!“ Im Juni 1961 kam es in der „Feuernacht“ zur größten Attentatswelle auf 40 Hochspannungsmasten und Gebäude des italienischen Staates. Im Land herrschte Belagerungszustand, rund 20.000 Soldaten bewachten öffentliche Einrichtungen. Verhaftungen waren an der Tagesordnung.

137 Schutzbestimmungen

Im September brachte dann Österreich die Südtirol-Frage vor die Vereinten Nationen. In zwei Uno-Resolutionen wurde Italien aufgefordert, den Vertrag von 1946 umzusetzen. In jahrelangen Verhandlungen wurde schließlich ein Paket mit 137 Schutzbestimmungen vereinbart, das in der Nacht vom 22. auf den 23. November 1969 auf einem SVP-Parteitag im Meraner Kurhaus nach 18-stündiger Redeschlacht genehmigt wurde: mit 583 gegen 492 Stimmen.

Im November 1969 gehörte der spätere Landeshauptmann Luis Durnwalder zu den Gegnern von Magnagos Paketlösung.

Magnago, zuvor in Höchstform argumentierend, stimmte dafür; dessen späterer Nachfolger Luis Durnwalder (1989–2014), damals junger Bürgermeister von Pfalzen, dagegen. Die Partei drohte zu zerreißen – bis es dann zum freundschaftlich-versöhnenden Handschlag zwischen Magnago und Peter Brugger, dem Wortführer der unterlegenen Fraktion, kam.

In den folgenden Jahren erreichte die SVP durch geschickte Unterstützung verschiedener italienischer Regierungen im römischen Parlament wesentlich mehr als die damals vereinbarten Zu geständnisse. Magnago, der 2010 starb, konnte als einer der wenigen europäischen Politiker von sich behaupten, ein Lebenswerk vollendet zu haben: Aus dem dürftigen zweiseitigen Vertrag von 1946 wurde eine Lösung, die heute als internationale Modellautonomie anerkannt ist.

Und diese wird gefeiert, wenn am Wochenende Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella auf Schloss Tirol bei Meran seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen die Hand reicht – auf den Tag genau 50 Jahre nach dem historischen Handschlag zwischen Magnago und Brugger, der fortan die Zusammenarbeit besiegeln sollte. (Quelle Standart)

Sind Fledermaus-Viren tödlich?

Ob SARS, Ebola oder das neue Coronavirus: Es ist kein Zufall, dass so viele gefährliche Viren ursprünglich aus Fledermäusen stammen, wie nun eine Studie enthüllt. Denn diese Tiere besitzen ein Immunsystem, das Virusinfekte besonders effektiv unterdrückt. Als Folge rüsten die Viren auf. Wenn sie dann uns Menschen befallen, ist unsere schwächere Abwehr schnell überfordert, wie die Forscher berichten.

Die meisten neu auftretenden Viruserkrankungen stammen ursprünglich aus Tieren. Im Falle der Influenza sind dies meist Vögel oder Schweine, aber auch Nagetiere können krankmachende Erreger beherbergen. Doch viele besonders gefährliche Viren wie Ebola, Marburg, SARS oder das neue Coronavirus 2019-nCoV haben sich ursprünglich in Fledermäusen als Reservoirwirt entwickelt. Durch den Kontakt des Menschen mit Fledermäusen oder über ein anderes Tier als Zwischenträger gelang diesen Erregern dann der Sprung auf den Menschen.

Fledermauszellen im Infektionstest

Doch warum sind gerade die Fledermausviren so besonders aggressiv und vermehrungsfreudig? Merkwürdig auch: „Fledermäuse können Viren, die für nicht fliegende Säugetiere hochgradig virulent sind, lange Zeit in sich beherbergen, ohne offensichtliche Krankheitssymptome zu zeigen“, berichten Cara Brook von der University of California in Berkeley und ihre Kollegen. Doch was macht diese Tiere so resistent? Und wie beeinflusst dies die Aggressivität der Erreger?

Dieser Frage sind die Forscher nun nachgegangen. Dafür untersuchten sie die Immunreaktion von Zellkulturen des Schwarzen Flughunds (Pteropus alecto) und des Nilflughunds (Rousettus aegyptiacus). Beide sind natürliche Reservoire für aggressive Viren. Im Experiment infizierten die Forscher die Fledermaus-Zellkulturen und eine Kontrollkultur mit Zellen der Grünen Meerkatze mit verschiedenen Marburg- und Ebola-ähnlichen Viren und verfolgten, wie die Zellen darauf reagierten.

„Feuerschutzdecke“ für die Zellen

Das Ergebnis: Die Affenzellen hatten den Viren nur wenig entgegenzusetzen und starben innerhalb weniger Tage vollständig ab. Anders dagegen die Fledermauskulturen: Bei ihnen verlangsamte sich das Fortschreiten der Infektion. Obwohl viele Zellen infiziert waren, schienen sich einige Zellen erfolgreich gegen einen Angriff wehren zu können. Sie blieben auch nach mehreren Tagen noch gesund und nicht infiziert.

Virenbausbreitung
Ausbreitung der Viren in der Fledermaus-Zellkultur. Einige gesunde Zellen bleiben immun (blau). © Cara Brook/ UC Berkeley

„Das ist wie bei einem Feuer, das sich durch einen Wald brennt“, erklärt Brook. „Einige Bäume – hier Fledermauszellen – haben Schutzdecken, so dass das Feuer vorbeirast, ohne ihnen zu schaden.“ Gleichzeitig bleiben im Wald aber weiterhin glühende Kohlen liegen, von denen jederzeit ein neues Feuer ausgehen kann. In der Zellkultur entspricht dies Fledermauszellen, die weiterhin aktive Viren in sich tragen.

Doppelte Abwehrstrategie

Wie aber schützen sich die Fledermauszellen vor den Viren? Das enthüllte ein Modell des Fledermaus-Immunsystems, mit dem die Forscher die Infektion nachvollzogen. Es enthüllte, dass die Abwehr der Tiere beim ersten Kontakt mit den Viren das gesamte System mit dem Botenstoff Interferon-Alpha flutet. Dieser aktiviert die zelluläre Abwehr und führt dazu, dass sich die Zellen gegen den Erreger abschotten.

Gleichzeitig verhindert der Botenstoff eine überschießende Entzündungsreaktion und dämpft so die Krankheitssymptome. „Würde unsere Immunabwehr die gleiche antivirale Strategie versuchen, würde dies eine systemweite Entzündung auslösen“, erklärt Brook. Denn uns Menschen und den meisten nicht fliegenden Säugetieren fehlt die starke Interferon-Alpha-Ausschüttung und die stark entzündungshemmende Immunantwort.

Der Grund dafür: Fledermäuse besitzen einen weit aktiveren Stoffwechsel als wir, weil sie diesen für das Fliegen benötigen. Dabei fallen jedoch auch vermehrt destruktive Radikale und entzündungsauslösende Abfallstoffe an, wie die Forscher erklären. Damit diese nicht ständig Zellschäden und Entzündungen auslösen, ist das Immunsystem der Fledermäuse hochreguliert und geht entsprechend effektiv gegen diese Effekte, aber auch gegen Erreger vor. Das erklärt, warum die Fledermäuse selbst aggressive Viren in Schach halten können.

Brutstätte für „Turbo-Viren“

Doch nicht nur das: Die Ergebnisse erklären auch, warum gerade Fledermausviren so tödlich werden können. „Wenn man eine starke Immunantwort hat und einige Zellen vor der Infektion geschützt sind, dann kann das Virus seine Vermehrung hochregulieren, ohne dass sein Wirt stirbt“, erklärt Brook. Das macht die Viren pathogener, erhält ihnen aber trotzdem ihre Reservoirwirte. „Unsere Studie demonstriert, wie das Immunsystem der Fledermäuse die Virulenz solcher Erreger ankurbeln kann“, sagt Brook.

Wenn dann aber ein solches Virus auf den Menschen oder andere Säugetiere überspringt, wird es zu einem tödlichen Erreger. Denn deren weit schwächeres Immunsystem kann diesem „Turbo-Virus“ dann nur wenig entgegensetzen. „Es ist daher kein Zufall, dass viele dieser hochpathogenen Viren aus Fledermäusen stammen“, sagt Brooks Kollege Mike Boots. (eLife, 2020; doi: 10.7554/eLife.48401)

Viren?

Im Prinzip sind Viren kaum mehr als eine Ladung Erbgut, umgeben von einer schützenden Proteinhülle. Sie sind die Minimalisten im Reich der Natur. Im Vergleich zur Komplexität einer lebenden Zelle ist ihr simpler Aufbau wie eine Hundehütte verglichen mit der Sixtinischen Kapelle. Doch das macht Viren nicht weniger effizient und erfolgreich – im Gegenteil.

Influenza-Virus
Bei Influenzaviren besteht das Erbgut aus RNA. © CDC

Variantenreiches Erbgut

Viren sind perfekt an ihren Daseinszweck angepasst – sie bringen genau die Ausrüstung mit, die sie für ihre Vermehrung und damit für das Weiterbestehen ihrer Art benötigen. Allen Viren gemeinsam ein Erbgut, das die Bauanleitung für die aus Proteinen bestehende Virenhülle sowie für wichtige Enzyme des Virus birgt. Die Größe des Genoms ist dabei je nach Virenart extrem verschieden – die Spanne reicht von Bakteriophagen mit nur rund 3.500 Basen oder Polioviren mit 7.500 Basen bis zu Riesenviren mit 1,2 Millionen Basen.

Im Gegensatz zu allen echten Organismen, deren genetischer Code über das Erbmolekül DNA weitergegeben wird, ist das Erbgut von Viren extrem variabel: Je nach Virentyp kann es aus DNA oder RNA bestehen und auch Einzelstränge oder aber Doppelsträngen aufgebaut sein. Zu den DNA-Viren gehören unter anderem Herpesviren, Papillomaviren und auch das Pockenvirus.

Unter den RNA-Viren sind besonders viele Erreger gefährlicher und weit verbreiteter Infektionskrankheiten – auch das neue Coronavirus SARS-CoV-2, sowie EbolaMasern und Influenzagehören in diese Gruppe. Außerdem sind viele von Mücken oder Zecken übertragene Krankheiten von RNA-Viren verursacht, darunter Dengue, ZikaWest-Nil-Fieber oder Gelbfieber. Auch der Erreger von Aids, das HI-Virus, besitzt als Erbgut RNA.

Effizient konstruierte Schutzkapsel

Die zweite bei allen Viren vorhandene Komponente ist die Virenkapsel, das Kapsid. Sie umhüllt das Virenerbgut und besteht aus mehrfachen Kopien eines oder weniger Proteine. Dadurch ist die komplette Kapsid-Bauanleitung kurz und lässt sich platzsparend im Genom der Viren unterbringen. Ein Nachteil dieser effizienten Konstruktion ist es allerdings, dass sich die Proteinzusammensetzung des Kapsids nicht so leicht ändert – Viren mit nur ihrem Kapsid als Außenhülle können sich daher weniger gut an neue Wirte anpassen.

Poliovirus
Das Kapsid des Poliovirus besteht aus 60 Kopien von vier Proteinen. © CDC/ Sarah Poser

Auch die Anordnung der Proteine im Kapsid ist ein Beispiel für die Effizienz der Natur: In der Regel bilden die Proteine ein Muster sich wiederholender identischer Grundeinheiten, aus denen sich dann die symmetrische Virenkapsel ergibt. In der einfachsten Form bilden die Proteine scheibenartige Einheiten, die sich zu einer Helix zusammenlagern und das Virenerbgut in ihrem Innern einschließen. Zu den Viren mit einem solche helikalen Kapsid gehören das Tabakmosaikvirus, aber auch Influenzaviren, Masernviren oder das Tollwutvirus.

Die zweite, sehr häufige Kapsidform ist ein Ikosaeder – eine 20-flächiges Gebilde, das aus dreieckigen Grundeinheiten aus jeweils drei gleichen Proteinen aufgebaut ist. Je nach Virentyp setzt sich das Ikosaeder aus 20 solcher Dreiereinheiten oder deren Vielfachen zusammen. Zu den einfachsten und kleinsten Viren mit diesem Kapsid gehören das Poliovirus und die Rhinoviren – die Erreger, die bei uns am häufigsten den klassischen Schnupfen auslösen. Ihr Kapsid besteht aus vier verschiedenen Proteinen, die jeweils 20 dieser Dreier-Grundeinheiten bilden.

Virenhülle Influenza
Die Virenhülle – hier beim Influenzavirus – besteht aus einer Lipidmembran, in der Hüllproteine sitzen. © CDC

Geklaute Hülle

Doch das ist noch nicht alles: Viele als Epidemie-Auslöser gefürchtete Viren – darunter auch das Coronavirus SARS-CoV-2 – besitzen neben Erbgut und Kapsid noch eine dritte Komponente – die Virenhülle. Sie besteht wie die Membran unserer Zellen aus einer Doppellipidmembran, in die Proteine eingelagert sind. Diese Hülle umgibt das Nukleokapsid und schirmt so das Innenleben des Virus vor der Außenwelt ab.

Der Clou dabei: Die meisten behüllten Viren besorgen sich ihre Virenhülle, indem sie einfach durch die Zellmembran hindurchknospen und dabei ein Stück davon um sich wickeln – ergänzt durch zuvor von der Wirtszelle hergestellten viralen Proteinen. Das bedeutet, dass die Viren sich eine eigene Bauanleitung für die Doppellipidmembran sparen können – sie klauen sich die Hülle einfach. Umgekehrt erleichtert die Membranhülle es diesen Viren, in die Zelle einzutreten, denn ihre Hülle kann einfach wieder mit der Zellmembran verschmelzen und so das erbgutgefüllte Kapsid in den Innenraum freisetzen.

Internationale Vereinbarungen zur chemischen Abrüstung

Während der Einsatz von chemischen Waffen im Krieg schon seit Inkrafttreten der Genfer Konvention von 1925 verboten ist, geht die Chemiewaffenkonvention von 1997 einen Schritt weiter. Das inzwischen von 193 Staaten ratifizierte Abkommen verbietet auch die Entwicklung, Herstellung und den Besitz von Chemiewaffen. Es verpflichtet seine Unterzeichner dazu, alle Bestände von Chemiewaffen zu melden und sie zu vernichten.

Überprüft wird dies durch die Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) in Den Hagg, die für ihre Arbeit 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Inspektoren des OPCW führen dazu unangemeldete Besuche in Militäreinrichtungen und Laboren durch und überwachen die Vernichtung der Kampfstoffe.

Zuständig für die internationale Kontrolle und Vernichtung chemischer Waffen ist die OPCW in Den Haag.© Name /CC-by-sa 3.0

Dennoch verstoßen einige Staaten immer wieder gegen das Abkommen. Hinzu kommt, dass die OPCW-Kontrollen die geheime Herstellung von chemischen Kampfstoffen durch Terroristen nicht erfassen und überwachen können.

Deswegen müssen Staaten mittlerweile auch die typischen Chemikalien deklarieren, aus denen sich Chemiewaffen herstellen lassen. Zusätzlich müssen die Länder auch die chemischen Verbindungen gesondert deklarieren, die Ausgangsstoffe für Chemiewaffen sind, aber zu zivilen Zwecken verwendet werden, beispielsweise als Insektizide oder Entlaubungsmittel.

Verbrennung in Spezialöfen

Neben diesen Aufgaben bleibt noch die Beseitigung von kontaminierter Munition aus den Weltkriegen, um die Gefahr durch chemische Waffen zu bannen. Dafür sind speziell ausgebildete Fachkräfte nötig. In Deutschland werden diese von der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (GEKA) in Munster bereitgestellt.

Rüstungs-Altlasten aus den Weltkriegen werden meist aufwendig in Spezialöfen verbrannt. © U.S. Army Chemical Materials Agency/CC-by-sa 3.0

Für viele der gefährlichen Chemikalien sind spezielle Verbrennungsöfen notwendig, um sie unschädlich zu machen. In diesen werden Senfgas und Sarin dann bei bis zu 1.600 Grad verbrannt. Die übrig bleibenden Reste beinhalten oft Arsenverbindungen und werden deshalb in einer Glasschlacke eingeschmolzen. Auf diese Weise können zumindest die Überbleibsel aus den Weltkriegen keinen Schaden mehr anrichten