SVP-SENATORIN JULIA UNTERBERGER: WEIHNACHTEN BEWEGUNGSFREIHEIT ZWISCHEN DEN GEMEINDEN ZULASSEN.

„Man darf die bereits ausgespielten Karten nicht plötzlich wieder vom Tisch nehmen – und die Corona-Einschränkungen für die Weihnachtszeit weiter verschärfen.“

Dies betonte SVP-Senatorin Julia Unterberger, Vorsitzende der Autonomiegruppe, heute im Plenum des Senats.

„Nach dem freiwilligen Massentest wird Südtirol am Sonntag endlich als gelbe Zone eingestuft, kann aber ab Montag aufgrund der gesamtstaatlichen Maßnahmen, über die zur Stunde diskutiert wird, wieder rote Zone werden.

„Die Einschränkungen, an welche sich die Bevölkerung immer gehalten hat, dürfen jetzt nicht wieder verschärft werden. Im Gegenteil: Die als große Ungerechtigkeit empfundene Regelung, welche Bewegungen zwischen den Gemeinden in der Weihnachtszeit verbietet, muss aufgehoben werden.“

„Es gibt hier eine Ungleichbehandlung zwischen jenen, die in einer Stadt wie Rom leben und sich auf einem Gebiet in der Größe von weit über 1000 Quadratmetern bewegen können, und jenen, die etwa in einer kleinen Gemeinde wohnen, wo dann möglicherweise Großeltern das Weihnachtsfest nicht gemeinsam mit ihren Enkeln verbringen können.“

„Die Orte mit hoher Bevölkerungsdichte sollten die größten Sorgen bereiten. Und nicht jene, wo alle 500 Meter ein Haus steht und diese Häuser dann womöglich durch eine Gemeindegrenze getrennt sind.“

„Italien ist das einzige Land in Europa, das für die Tage um den 25. Dezember keine Ausnahmen und Lockerungen, sondern Einschränkungen vorsieht. Alle anderen Länder, von Frankreich über Österreich und Deutschland bis hin zu Spanien, erlauben es der Bevölkerung, die Weihnachtszeit im Kreis ihrer Lieben zu verbringen. Kein Land verbietet, sich zwischen den verschiedenen Gemeinden zu bewegen.“

„Daher sollte sich Italien an den Rest Europas anpassen und die Einschränkungen für die Weihnachtszeit nicht noch weiter verschärfen. Die bisher getroffenen Maßnahmen waren erfolgreich und haben bewirkt, dass ganz Italien schon bald gelbe Zone sein wird. Für die Verfehlungen einiger weniger Personen darf nicht die gesamte Bevölkerung bestraft werden.“

„Wenn überhaupt, dann braucht es mehr Kontrollen so wie sie in Südtirol bereits angekündigt worden sind.“

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