Italienische Verfassung Art.32


Artikel 32 Die Republik schützt die Gesundheit als Grundrecht des Einzelnen und die Interessen der Gemeinschaft und garantiert den Bedürftigen eine kostenlose medizinische Versorgung. Niemand kann zu einer bestimmten Gesundheitsbehandlung verpflichtet werden, außer gesetzlich. Das Gesetz kann auf keinen Fall die Grenzen verletzen, die sich aus der Achtung der menschlichen Person ergeben. Was heißt das? Kunst. 32 definiert Gesundheit ausdrücklich als ein Grundrecht des Einzelnen, das allen (italienischen und ausländischen Staatsbürgern) garantiert werden muss. Jeder Bürger hat das Recht, behandelt zu werden, und jeder Kranke muss als „legitimer Nutzer eines öffentlichen Dienstes angesehen werden, auf den er uneingeschränktes und bedingungsloses Recht hat“. In Italien wurde der Nationale Gesundheitsdienst – das ist der Komplex von Gesundheitsaktivitäten, dessen Benutzerfreundlichkeit allen Bürgern kostenlos oder gegen Zahlung gemeinsamer Kosten (das sogenannte „Ticket“) garantiert wird – erst 1978 geschaffen . Das Verfassungsgericht betonte, dass Gesundheit nicht als „einfache Abwesenheit von Krankheiten, sondern als Zustand des vollständigen körperlichen und geistigen Wohlbefindens“ verstanden werden darf. Darüber hinaus hat die Rechtsprechung seit den 1970er Jahren begonnen, das Recht auf eine gesunde Umwelt als eine notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit des Rechts auf Gesundheit zu betrachten. Aber wieso…? Der Art. 32 sagt, „niemand kann zu einer bestimmten Gesundheitsbehandlung verpflichtet werden, außer gesetzlich“, die ursprünglich dazu gedacht war, den Bürger vor obligatorischen und willkürlichen Gesundheitsbehandlungen zu schützen. In den letzten Jahren hat diese Regel jedoch einen anderen Wert angenommen. Als das Prinzip, nach dem ein todkranker Patient das Recht hat, über sein eigenes Schicksal zu entscheiden, hat sich die Kunst in der Gesellschaft verbreitet.Im Art. 32 wurde geltend gemacht, um die Sterbehilfe zu legitimieren, dh den vom Patienten verursachten Tod oder die Unterbrechung der Behandlung durch seinen Willen. In Italien ist Sterbehilfe nicht legal, während unter vielen Schwierigkeiten der „lebende Wille“ eingeführt wurde, mit dem der Erblasser seine Wünsche in Bezug auf Organspende, Einäscherung, Schmerztherapie, künstliche Ernährung und therapeutische Persistenz begründet. Auf diese Weise äußert der Erblasser zu einem Zeitpunkt, an dem er noch entscheiden kann, seine Wünsche, die er später, beispielsweise aufgrund eines Koma-Zustands, möglicherweise nicht mehr erfüllen kann. Seine Wünsche werden jedoch nicht unbedingt respektiert, da sie noch gesetzeskonform sein müssen.

Articolo 32

La Repubblica tutela la salute come fondamentale diritto dell’individuo e interesse della collettività, e garantisce cure gratuite agli indigenti.
Nessuno può essere obbligato a un determinato trattamento sanitario se non per disposizione di legge. La legge non può in nessun caso violare i limiti imposti dal rispetto della persona umana.

Che cosa significa? L’art. 32 definisce espressamente la salute come un diritto fondamentale dell’individuo, che deve essere garantito a tutti (cittadini italiani e stranieri). Ciascun cittadino ha il diritto a essere curato e ogni malato deve essere considerato un “legittimo utente di un pubblico servizio, cui ha pieno e incondizionato diritto”.
In Italia, tuttavia, il Servizio sanitario nazionale – cioè il complesso delle attività sanitarie la cui fruibilità è garantita a tutti i cittadini, gratuitamente o dietro il pagamento di una compartecipazione alla spesa (il cosiddetto “ticket”) – è stato realizzato solamente nel 1978.
La Corte costituzionale ha sottolineato che la salute non deve essere intesa come “semplice assenza di malattia, ma come stato di completo benessere fisico e psichico”. A partire dagli anni Settanta del Novecento, inoltre, la giurisprudenza ha iniziato a considerare il diritto a un ambiente salubre come premessa necessaria per rendere effettivo il diritto alla salute.

Ma perché…? Quando l’art. 32 dice “nessuno può essere obbligato a un determinato trattamento sanitario se non per disposizione di legge”, intendeva in origine proteggere il cittadino da trattamenti sanitari obbligatori e arbitrari. Nel corso degli ultimi anni questa norma ha assunto però un valore diverso. Man mano che nella società è andato diffondendosi il principio secondo cui un malato terminale ha il diritto di decidere del proprio destino, l’art. 32 è stato invocato per legittimare l’eutanasia, ossia la morte indotta al malato o la sospensione delle cure per sua volontà.
In Italia l’eutanasia non è legale, mentre tra molte difficoltà è stato introdotto il “testamento biologico”, con il quale il testatore stabilisce le sue volontà in materia di donazione di organi, cremazione, terapia del dolore, nutrizione artificiale e accanimento terapeutico. In questo modo, in un momento in cui è ancora in grado di decidere, il testatore esprime le sue volontà, cosa che in seguito, per esempio a causa di uno stato di coma, potrebbe non essere più capace di fare. Non è detto tuttavia che le sue volontà siano rispettate, perché devono comunque essere in accordo con la legge.

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