USA gehen in Rückzug

Laut Trump sollen bis Mitte Jänner die US-Truppen in Afghanistan und im Irak jeweils auf 2.500 Mann reduziert werden. Laut Abkommen mit den afghanischen Taliban vom Februar, ist ein Abzug bis Mai 2021 vorgesehen. Aktuell befinden sich rund 4.500 US-Truppen in Afghanistan, 3.000 im Irak.

NATO wurde informiert

Die Ankündigung erfolgte am Dienstag, offiziell, durch den neuen Verteidigungsminister, Christopher Miller. Er habe die NATO-Verbündeten und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bereits informiert, sagte Miller. 2.500 Soldaten dürfen in Kürze heimkehren. Die Kommandeure seien schon mit der Planung des Abzugs beauftragt worden.

Trumps nationaler Sicherheitsberater, Robert O’Brien, kündigte das Vorhaben bereits im Oktober an, damals unterstellte man ihm „Spekulation“. Bedingungen für den Truppenabzug sind, laut US- Abkommen mit den Taliban in Afghanistan, die Loslösung von Terror-Gruppen, wie Al-Qaida und Fortschritte bei den Friedensverhandlungen.

Krieg muss aufhören

Vergangene Woche entließ Trump den bisherigen Verteidigungsminister, Mark Esper. Dieser trug die Trump-Pläne zu einem raschen Truppenabzug aus den betreffenden Ländern nicht mit. Der neue Verteidigungsminister, Christoph Miller, ist ein erfahrener Veteran, der Sondereinsätze in Afghanistan und im Irak geleitet hatte. Er war zuvor Direktor des Nationalen Anti-Terrorzentrums.

Miller sagte schon früher, es wäre der Gipfel der Verantwortungslosigkeit, wenn man diesen Konflikt der nächsten Generation überließe. In einer ersten Mitteilung an seine Mitarbeiter schrieb er: „Es war ein langer Krieg, … wir haben uns der Herausforderung gestellt…es ist an der Zeit, nach Hause zu kommen“.

New York Times: Afghanistan braucht Biden-Hilfe

Jahrzehntelang wurde die USA vor allem von linken Pazifisten beschuldigt, überall in der Welt Kriege anzuzetteln. Jetzt, wo Trump dem ein Ende setzt, wird er erneut kritisiert. Er hinterlasse ein gefährliches Vakuum. Die linke New York Times titelte: Immer mehr US-Truppen gehen, Afghanistan hofft auf Hilfe von Biden!

FBI ermittelt wegen Biden-Wahlsieg

Ob der Demokrat Joe Biden, der bei der Präsidentschaftswahl rechnerisch die meisten Stimmen bekam, im Jänner als neuer US-Präsident angelobt wird, ist noch nicht so sicher. US-Justizminister William Barr hat, vor fast einer Woche, das FBI mit Ermittlungen beauftragt. Gegenstand der Untersuchungen: die US-Präsidentschaftswahl. Üblicherweise geschieht das nur, wenn es konkrete Verdachtsmomente gibt.

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