PERU IM WANDEL

Innerhalb einer Woche traten in Peru zwei Präsidenten zurückMenschenmassen demonstrieren seit 9. November in den Straßen der Hauptstadt Lima und anderer Städte Perus. Am Samstag, 14. November, sammelten sich landesweit hunderttausende Menschen zum größten Protestmarsch der vergangenen 20 Jahre im Andenland. 

Die Demonstrationen begannen, nachdem der peruanische Kongress mit einem mehrheitlichen Misstrauensvotum den amtierenden Präsident Martín V. des Amtes enthob, der seit Monaten ohne minimale politische Basis im Parlament regierte. Die Absetzung wurde mit Korruptionsvorwürfen und „dauerhafter moralischer Unfähigkeit“ begründet und er wurde durch den Parlamentspräsidenten Manuel M. ersetzt. Die Protestmärsche wurden während der wenigen Tage von Manuel M.’s Amtszeit mit brutaler Polizeigewalt, zwei Toten und hunderten von Schwerverletzten beantwortet. Wogegen sich am vergangenen Wochenende neue Proteste erhoben und im forcierten Rücktritt des seit weniger als einer Woche regierenden Präsidenten gipfelten.

Als Agronom avancierte Manuel M. zum Großgrundbesitzer und Viehzüchter im nordwestlichen Landzipfel von Tumbes an der Grenze zu Ecuador und war zeitlebens Mitglied einer ultrakonservativen Partei.

Oligarchen sind in Lateinamerika seit Jahrhunderten dafür bekannt, daß sie sehr schnell das Militär zu Hilfe rufen, wenn ihnen die Machtausstattung nicht ausreichend erscheint. Und so geschah es Anfang vergangenen Septembers, als Manuel M. im Amt des Parlamentspräsidenten versuchte, das Oberkommando der peruanischen Streitkräfte in den laufenden Amtsenthebungsprozess gegen Martin V. hineinzuziehen.

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