Zwangspsychiatrie – Die Psychiatrie als moderne Folterkammer?

Beim Thema Zwangspsychiatrie weiß man gar nicht wo man eigentlich anfangen soll…

Vielleicht zunächst mit einer „Undercover-Story“.

Das Team um Günther Wallraff war im März 2019 verdeckt unterwegs – und zwar in der „deutschen Psychiatrie“. Selbstverständlich durfte nicht alles gezeigt werden, was da vor die Linse gekommen war.

Um auch wirklich sicherzugehen, dass nicht zu viel Unansehnliches ans Tageslicht kommt, wurde das Team Wallraff, wie schon so oft, drangsaliert mit Durchsuchungen ihrer Räumlichkeiten, Beschlagnahmungen von Filmdateien und so manches mehr.

Das erste Fazit, das wir uns merken können: Es sind klare Rechtsbrüche wie Zwang und Folter, die da hinter den glaslosen Türen der Psychiatrie tagtäglich stattfinden, und vor solchen kaum zu ertragenden Bildern muss die empfindsame Öffentlichkeit doch unbedingt geschützt werden oder etwa nicht?

Der schlechte Ruf der Psychiatrie in Deutschland

Das alles hat in der ganzen Welt und insbesondere in Deutschland eine lange Tradition. Erinnern wir uns mal: Soldaten, die im Ersten Weltkrieg nicht hoch motiviert in den Krieg ziehen wollten, wurde eine psychiatrische Schocktherapie verabreicht, und dann klappte das prima.

Schwarzen Sklaven, die fliehen wollten, wurde von Psychiatern einst eine „Weglaufsucht“ attestiert, und Frauen, die sich ihrem Ehemann nicht unterwarfen, waren hysterisch und mussten „behandelt“ werden.

Im Erstellen von Diagnosen hat die Psychiatrie im Laufe der Zeit eine enorme Kreativität entwickelt, denn da waren Homosexuelle, Kommunisten oder Dissidenten, denen man vor ihrer Hinrichtung doch zumindest noch eine wohlfeile Diagnose zukommen lassen wollte.

Wem man das Etikett „psychisch krank“ aufdrückt, kann mit Polizeigewalt unmittelbar in Gewahrsam genommen werden. Mehr noch, sogar mit einer nachträglichen Diagnose einer psychischen Erkrankung lässt sich übermäßige Polizeigewalt prima rechtfertigen. Lesen Sie dazu zum Beispiel den taz-Artikel „Drei Schüsse, ein Leben“: https://taz.de/Polizeigewalt-in-Nordrhein-Westfalen/!5026725/

Die Psychiatrie wurde oft und gern als Waffe zur Durchsetzung bestimmter Interessen eingesetzt. Da war zum Beispiel jene böse Ideologie, die Menschen den Stempel „erblich minderwertig“ aufdrückte. Nachdem diese von anderen denunziert wurden, wurden sie vor allem während der Nazi-Diktatur zwangssterilisiert und/oder umgebracht.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete mitnichten ein Aufatmen der Insassen der Psychiatrie. Bis in die 1970er Jahre hinein ging die Psychiatrie davon aus, dass man aus den Gehirnen der Insassen unbedingt mit dem Skalpell die vermeintlichen Zentren des Wahns herausschneiden muss. Erfunden hatte die Gehirnschnippelei der Psychiater Moniz, der dafür im Jahre 1949 prompt den Medizin-Nobelpreis einheimste.

Ungefähr einer Million „Patienten“ (weltweit) wurde auf dieser Grundlage das Gehirn zerschnitten. In China ist das noch heute gang und gäbe. In den 1950er Jahren kamen endlich die Neuroleptika auf, die aber ganz offensichtlich keine Verbesserung für die Psychiatrie-Patienten darstellten, denn deren Mortalität ist seit dieser Zeit stark angestiegen.

Es kann jeden treffen

Psychische Erkrankungen sind eindeutig auf dem Vormarsch.

Das mag daran liegen, dass diese als solche heute öfter erkannt und (sogar sehr gern) diagnostiziert werden als früher. Die Ursachen dafür sind so vielseitig wie unsere Gesellschaft:

  • zu starke Arbeitsverdichtung
  • Mobbing
  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • finanzielle Schwierigkeiten
  • gesundheitliche Probleme
  • Trennung vom Partner
  • Stress
  • Alkohol- oder Drogenkonsum
  • Tod eines Angehörigen
  • ungerechter Prozessverlauf bei einem Rechtsstreit

Diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern. Besonders hart betroffen ist derjenige, der gleich mehrere der oben genannten Punkte für sich in Anspruch nehmen kann.

Die Psychiatrie hebt dann gerne den drohenden Zeigefinger und weist auf die immense Bedeutung einer sofortigen Behandlung hin, um Schlimmeres damit abzuwenden.

Leider lassen sich zu viele davon beeindrucken und schlucken bereitwillig sedierende, giftige Psychopharmaka, die über erhebliches Suchtpotenzial verfügen. Psychopharmaka sind darauf ausgerichtet, Gehirnaktivitäten lahmzulegen, damit der Betroffene gar nicht mehr in die Versuchung kommt, über seine Lebenssituation selbst nachzudenken. Zu diesen „Psychopharmaka“ hatte ich bereits ausführlich hier berichtet:

Die „Diagnose“ des Psychiaters wird auf diese Weise zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung und die wahren Ursachen der momentanen Krise des Patienten bleiben völlig unberührt, was diese oft noch verstärkt.

Die Pharmaindustrie verdient sehr viel Geld damit. Aus Gründen der Propaganda werden extra Gefälligkeitsstudien beauftragt. Mehr als 90 Prozent solcher Darstellungen werden direkt von der Pharma-Industrie gesponsert. Das ist alles nichts Neues. Auch hierzu habe ich bereits mehrfach berichtet: Gekaufte Medizinstudien – Bis zu 90% sind manipuliert!

Zum Teil werden Beschreibungen und Ergebnisse im Nachhinein bewusst verfälscht, so extrem manchmal, dass dabei genau die gegenteilige Aussage herauskommt.

Zudem erhalten Psychiater lukrative Geschenke oder gleich Bargeld, damit diese ihren Patienten möglichst viele, teure Psychopharmaka verordnen.

Darüber hinaus muss die „arme“ Pharma-Industrie immerzu viel Geld aufwenden, um Schadensersatzforderungen ihrer Opfer entweder ganz abzuschmettern oder durch willfährige Vergleiche abzumildern.

Im Zeitraum 1986 bis 2004 stiegen die Ausgaben der US-Amerikaner für Antidepressiva und Neuroleptika um das Vierzigfache an. Auch Deutschland blieb von diesem Trend nicht verschont. Allein in Süddeutschland nahmen um die Jahrtausendwende circa sechs Prozent der Bürgerinnen und Bürger Neuroleptika.

Übrigens: Ausgerechnet in Deutschland nimmt auch der Einsatz von Hirnzellen zerstörenden Elektroschocks in der Psychiatrie bedrohlich zu.

Die Folge sind generalisierte Krampfanfälle im Gehirn, die der Epilepsie ähneln. Der wirklich gut gemachte Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ zeigte die Problematik besonders eindrucksvoll. Wer diesen Film nicht gesehen hat: Absolut sehenswert! Hier der deutsche Trailer auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=_8EKVLmNoS8

In der Psychiatrie wird das Gehirn des „Patienten“, den man besser als „Delinquenten“ bezeichnen sollte, geradezu generalstabsmäßig zerstört, um sein Denken, Handeln und Fühlen vollständig und unwiderruflich abzutöten.

Wenn ein Psychiater die Behauptung aufstellt, dass ein Mensch möglicherweise sich selbst oder einen Fremden gefährden könnte, darf er diesen Menschen wegsperren lassen, sogar per Ferndiagnose ist heute so etwas möglich. Die Zahl solcher Zwangseinweisungen nimmt in Deutschland ständig zu, im Jahre 2005 waren es fast 209.000 Fälle.

Was bedeutet eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie?

Der erste Schritt ist bereits gravierend: Der eingewiesenen Person werden zahlreiche Grundrechte aberkannt.

Der „psychisch Kranke“ wird ohne jegliche Aussicht auf einen Entlassungstermin eingesperrt, oftmals auch sofort ans Bett gefesselt (was man liebevoll „Fixation“ nennt.

Im nächsten Schritt wird er mit entsprechend dosierten Psychopharmaka ruhiggestellt. Neuroleptikum klingt irgendwie harmlos, doch dahinter verbirgt sich stets ein neurotoxisches Krampfgift, also ein Nervengift.

Als erwünschte Hauptwirkung führen sie zu Bewegungsstörungen und Muskel- beziehungsweise Körperkrämpfen. Damit es für den Patienten auch wirklich ganz schwer zu ertragen ist, können unter anderem noch diese gravierenden Beeinträchtigungen der Lebensqualität eintreten:

  • Akathisie (Mangel von Neurotransmittern)
  • Atemnot
  • Blutdruckabfall
  • Delirium
  • Diabetes
  • Erblindung
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Gesichtsschwellung
  • Haarausfall
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krampfanfälle
  • Leberschäden
  • massive Störungen des Blutbilds
  • Nierenschäden
  • Parkinson
  • Schiefhals
  • starke Sedierung
  • zerstörtes Hormonsystem

Die Lobotomie (Gehirnverstümmelung) war den Psychiatern wohl mit zu viel körperlicher Arbeit verbunden. Daher kamen ihnen diese Gifte in den 1950er Jahren gerade recht, um den Verstand in einen Brei zu verwandeln und den Willen ihres Opfers unwiederbringlich zu brechen.

Glaubt man dem Statistischen Jahrbuch 1998, versterben jedes Jahr in der deutschen Psychiatrie in etwa 3.000 Menschen.

Wem es vergönnt ist, die Psychiatrie doch noch lebend zu verlassen, ist für alle Zeit ein gebrochener und gestörter Mensch, der den Rest seines Lebens an den Folgen der Folter zu knabbern hat. Da die meistens gespritzten Medikamente gleichsam einer Droge abhängig machen, führt der „kalte Entzug“ zu totaler Panik und Sinnestäuschungen, sodass sich die Betroffenen diese Gifte freiwillig weiter verschreiben lassen.

Wer einmal als Patient in der Psychiatrie war, ist mit Begriffen wie Persönlichkeitsstörung oder Schizophrenie für immer stigmatisiert und wird in unserer Gesellschaft nicht mehr für voll genommen, eine berufliche Karriere ist ausgeschlossen. Die Würde des Menschen ist damit sehr wohl antastbar. Im Ergebnis werden dadurch unzählige Menschen in den Suizid getrieben.

Wem nach einer Straftat durch ein psychiatrisches Gutachten „Schuldunfähigkeit“ attestiert wird, hat wahrlich keinen Grund zur Freude, denn nun erwartet ihn eine unbefristete Einweisung in den psychiatrisch-forensischen Hochsicherheitsvollzug, der selbstverständlich mit einer hoch dosierten Zwangsmedikation verbunden ist.

Fazit

Der Begriff Psychiatrie verbreitet zu Recht Angst und Schrecken, da hierbei Menschen mit sogenannten Medikamenten systematisch und zielgenau vergiftet werden, um ihre Persönlichkeit für immer zu zerstören.

Aber auch all jene Menschen, die in der Psychiatrie arbeiten, verlieren mit der Zeit ihre menschliche Seele.

Dies beweist zum Beispiel der erschütternde Bericht des Psychotherapeuten Alfred Schaar, der die Menschenrechtsverletzungen im Umfeld der Psychiatrie mehr als 40 Jahre lang miterlebt hat, siehe dazu auch:
https://www.youtube.com/watch?v=2Xjh2-tZwbA

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