Babys als Massenware für 14000 Euro

In der Ukraine werden Babys zur Welt gebracht,welche in der Welt zum Verkauf angeboten werden.Sogenannte Leihmütter verhalten sich schlimmer als ein Tier.Denn Tiere schauen auf ihren Nachwuchs,während die Leihmütter ihre Babys sofort nach der Geburt hergeben.In der Ukraine ist das ein ganzer Geschäftszweig. In der Corona-Krise funktioniert das fragwürdige Modell nicht mehr.Eigendlich müssen strenge Regeln durchlaufen werden um Kinder zu adoptieren.Geld regiert jedoch die Welt und somit werden die Babys zur Massenware.Mit Kolleginnen passt ein Kindermädchen auf mehr als 100 Neugeborene auf, die Bettchen an Bettchen in einem Hotelzimmer in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ihre ersten Lebenstage verbringen müssen.Ausgetragen und geboren wurden sie von ukrainischen Leihmüttern für zukünftige Adoptiv Eltern im Ausland. Doch wegen der Corona-Pandemie sind jetzt die Grenzen dicht. „Wir schauen Tag und Nacht nach den Kindern“, sagt Umanets. „Wir versuchen, die zukünftigen Eltern zu ersetzen, auch wenn das unmöglich ist.“

Die Bilder der Babys im Hotel gehen um die Welt. Sie werfen ein Schlaglicht auf eine fragwürdige Geschäftspraxis: Leihmutterschaft in der Ukraine. Dort ist legal, was in vielen Ländern – auch in Deutschland – verboten ist: Frauen werden befruchtete Eizellen kinderloser Eltern eingesetzt, sie tragen das Baby gegen Geld aus, gebären es und übergeben es den genetischen Eltern. In der Ukraine ist dies eine Geschäfts Industrie. Gebärkliniken und unzählige Vermittlungsorganisationen arbeiten eng zusammen.

300 Euro pro Monat, 14.000 Euro pro Geburt

EIne 28-jährige wird als eine professionelle Leihmutter eingesetzt. Sie lebt bei ihren Eltern in einem kleinen Dorf. Sie ist geschieden. Jetzt trägt sie das Baby eines dänischen Mannes aus. 300 Euro bekommt Natascha dafür im Monat – und 14.000 Euro Prämie bei erfolgreicher Geburt plus Zuschläge für Zwillinge oder bei einem Kaiserschnitt.

Natascha will finanziell auf die Beine kommen. Sie träumt von einem eigenen Haus. „Das hier wird mein Start sein. Ich werde eigene vier Wände haben und ein Dach über dem Kopf“, sagt sie. Die letzten vier Wochen vor der Geburt lebt sie zusammen mit einer anderen Leihmutter in Kiew. Ihre Wohnung hat die Vermittlungsagentur angemietet.

Direkt nach der Geburt muss Natascha das Kind abgeben. Es soll keine emotionale Bindung entstehen, hat man ihr gesagt. Die Eltern im fernen Dänemark haben jetzt Angst, dass sie wegen des Einreiseverbots zu Pandemie-Zeiten das Neugeborene nicht abholen können. Sie wollen anonym bleiben. Das, was sie tun, ist auch in Dänemark illegal. „Wir müssen sicherstellen, dass jemand für unser Baby sorgt“, sagt die dänische Mutter: „Wir müssen ein Kindermädchen engagieren.“

BioTexCom ist die größte Leihmutterschafts-Firma in der Ukraine, die in Kiew eine Gebärklinik betreibt und Vertretungen in vielen Ländern hat. Bei BioTextCom können Eltern mit Kinderwunsch verschiedene Pakete buchen – zwischen 50.000 und 70.000 Euro kostet das Baby dann. Die Firma gehört Albert Totschilowskyj. Selbst in der Ukraine ist er umstritten: Gegen ihn wurde wegen Menschenhandels und Steuerhinterziehung ermittelt. Zeitweise stand er unter Hausarrest.

2011, so berichtet die Deutsche Welle, ließ ein italienisches Ehepaar von einer ukrainischen Leihmutter ein Baby austragen, die in einer BioTexCom-Klinik künstlich befruchtet wurde. Doch in Italien wurde das Ehepaar nicht als Eltern anerkannt. Ein von den Behörden verlangter DNA-Test bestätigte nicht, dass der Mann auch der genetische Vater des Kindes war. Schließlich wurde das Baby von einer anderen Familie in Italien adoptiert.

Den Sachverhalt bestätigte Totschilowskyj der Deutschen Welle. Embryonen seien im Reagenzglas vertauscht worden – oder die Katheter während des Eingriffes, sagt der Unternehmer.

Wieviel Profit sein Geschäft abwirft, sagt Totschilowskyj nicht. Von seinen Plänen aber spricht er gern. „Die Leihmutterschaft in der derzeitigen Art wird aussterben“, meint er. „Frauen, die ihre Kinder nicht selbst austragen können, werden dann ihre Eizellen in Brutkästen geben. In den nächsten zehn Jahren werden solche Brutkästen erfunden werden.“

Swetlana Burkoswka war früher selbst Leihmutter. Heute betreut und unterstützt sie mit ihrer kleinen Hilfsorganisation „Strength of Mothers“ Leihmütter in der Ukraine. Immer wieder würden diese betrogen, viele Kliniken gäben den Leihmüttern keine ordentlichen Verträge, sagt sie.

Und immer wieder gibt es Probleme mit den Vermittlern, die sich nicht um die Neugeborenen kümmern. „Im Herbst gab es so einen Fall“, erzählt Burkoswka. „Der Vater holte das Kind nicht ab. Bei der Geburt hatte es Komplikationen gegeben. Das Kind wurde von Wohnung zu Wohnung, von Kindermädchen zu Kindermädchen geschoben. Leider starb es.“

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